{"id":501,"date":"2013-04-18T10:03:57","date_gmt":"2013-04-18T08:03:57","guid":{"rendered":"http:\/\/ehenvorgericht.wordpress.com\/?p=501"},"modified":"2021-03-06T12:33:21","modified_gmt":"2021-03-06T11:33:21","slug":"zeitschriftenartikel-zur-ehestreitigkeiten-um-1783-erschienen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/?p=501","title":{"rendered":"Zeitschriftenartikel zu Ehestreitigkeiten um 1783 erschienen"},"content":{"rendered":"<p>Der Kodifizierung <em>neuen Rechts<\/em> im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert widmet sich das aktuelle Heft der Zeitschrift <a title=\"Geschichte und Region\" href=\"https:\/\/storiaeregione.eu\/de\/zeitschrift\/nummer\/neues-recht-diritto-nuovo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Geschichte und Region\/Storia e regione<\/em><\/a>. Wie die Herausgeberinnen im Editorial vermerken, ist der &#8222;Fokus der Fragen [&#8230;] darauf gerichtet, in welcher Relation das neue zum alten Recht stand, welche politischen und gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen es intendierte und sowohl in der Administrierung als auch in der Nutzung mit sich brachte, f\u00fcr wen es von Vorteile bzw. von Nachteil war, welche H\u00fcrden und Grenzen sich in der Umsetzung &#8211; wiederum mit welchen Folgen auftun konnten.&#8220;<\/p>\n<p>Insgesamt sechs Beitr\u00e4ge befassen sich mit diesem Fragenkomplex, darunter auch der von Andrea Griesebner und mir gestaltete Artikel \u00fcber <em>Ehestreitigkeiten vor dem Wiener Erzbisch\u00f6flichen Konsistorium und dem Magistrat der Stadt Wien<\/em>.<\/p>\n<p>Aus dem Editorial:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.studienverlag.at\/page.cfm?vpath=buecher\/buchdetail&amp;titnr=5070\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-532 alignright\" src=\"https:\/\/ehenvorgericht.files.wordpress.com\/2013\/04\/5070-e1366271970940.jpg\" alt=\"Neues Recht\" width=\"186\" height=\"312\" srcset=\"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/5070-e1366271970940.jpg 238w, https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/5070-e1366271970940-179x300.jpg 179w\" sizes=\"auto, (max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a><em>In den 1780er Jahren traten mit dem Ehepatent von 1783, dem Erbfolgepatent und schlie\u00dflich dem ersten Allgemeinen B\u00fcrgerlichen Gesetzbuch von 1786 (sp\u00e4ter Josephinisches Gesetzbuch) die ersten Ergebnisse des \u00f6sterreichischen Kodifizierungsprozesses des &#8222;b\u00fcrgerlichen Rechts&#8220; in Kraft. Das Ehepatent regelte die Zust\u00e4ndigkeiten zwischen weltlicher und kirchlicher Macht hinsichtlich der Ehegerichtsbarkeit v\u00f6llig neu. Was diese neuen Kompetenzen f\u00fcr die betroffenen Eheleute bedeuteten, analysieren Andrea Griesebner und Georg Tschannett anhand eines Vergleichs von Ehescheidungsprozessen, die bis 1783 vor dem Wiener Erzbisch\u00f6flichen Konsistorium und nach Inkrafttreten des Ehepatents vor dem Wiener Magistrat ausgehandelt wurden. Das Ehepatent stellte zwar nicht das Dogma der Unaufl\u00f6sbarkeit des Ehebandes in Frage und erm\u00f6glichte daher f\u00fcr katholische Eheleute nach wie vor nur eine Scheidung von Tisch und Bett. Doch hatten die Ideen der Aufkl\u00e4rung insofern Eingang in den Gesetzestext gefunden, als eine Scheidung zun\u00e4chst nur noch m\u00f6glich war, wenn sich die Eheleute einverst\u00e4ndlich darauf einigten und das Urteil \u00fcber einen ausreichenden Scheidungsgrund daher nicht dem Eherichter zukam. Diese Praxis ging allerdings an der Lebenswirklichkeit zerstrittener Ehepaare vorbei und st\u00e4rkte die Position desjenigen Ehepartners, der sich gegen eine Scheidung stellte &#8211; in den meisten F\u00e4llen handelte es sich dabei um den Ehemann.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Kodifizierung neuen Rechts im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert widmet sich das aktuelle Heft der Zeitschrift Geschichte und Region\/Storia e regione. 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