{"id":379,"date":"2012-08-13T14:10:41","date_gmt":"2012-08-13T12:10:41","guid":{"rendered":"http:\/\/ehenvorgericht.wordpress.com\/?p=379"},"modified":"2017-10-13T13:54:56","modified_gmt":"2017-10-13T11:54:56","slug":"die-mit-gutem-willen-von-beyden-seiten-eingegangenen-trennungen-sind-in-wien-sehr-gemein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/?p=379","title":{"rendered":"Die mit gutem Willen von beyden Seiten eingegangenen Trennungen sind in Wien sehr gemein."},"content":{"rendered":"<p>Der Schriftsteller Johann Rautenstrauch ver\u00f6ffentlichte 1784 unter dem Pseudonym &#8222;Arnold&#8220; ein dreiteiliges B\u00fcchlein, das er mit &#8222;Schwachheiten der Wiener. Aus dem Manuskript eines Reisenden&#8220; betitelte. Darin finden sich interessante Beschreibungen aus dem (b\u00fcrgerlichen bzw. adeligen) Wiener Alltag. Rautenstrauch \u00e4u\u00dferte sich beispielsweise \u00fcber den &#8222;Ehestand&#8220;, den &#8222;Widerwillen f\u00fcr die Heyrath&#8220;, die &#8222;Spielsucht&#8220; und die &#8222;Schminke&#8220;. Interessant ist seine Meinung zur Ehetrennung:<\/p>\n<pre><em>Der erzbisch\u00f6fliche Pallast in Wien hallt t\u00e4glich und st\u00fcndlich von den Klagen wieder, welche Eheleute, die Eines des Andern m\u00fcde sind, vor dem Konsistorium ausstossen, und doch ist die Ehescheidung nicht erlaubt. Die geheiligten Bande der Ehe, da ihre Unaufl\u00f6slichkeit festgesetzt ist, werden also zerrissen.<\/em>\r\n<em>Das Gesetz war endlich gezwungen, die eheliche Trennung, die noch weit emp\u00f6render, als die Ehescheidung selbst ist, zu gestatten. Die mit gutem Willen von beyden Seiten eingegangenen Trennungen sind in Wien sehr gemein. So verlieren die heiligsten Gesetze ihre Kraft und W\u00fcrde. - Unterdessen mu\u00df der Mann seiner Frau, in jedem Fall, ihren Unterhalt verschaffen, sie mag ihn durch \u00fcble Wirthschaft zu Grund gerichtet, oder durch unanst\u00e4ndige Auff\u00fchrung beschimpft haben.<\/em><\/pre>\n<p>Wer sich f\u00fcr die &#8222;Schwachheiten der Wiener&#8220; interessiert, findet diese auf <a title=\"Rautenstrauch (1784) Schwachheiten\" href=\"http:\/\/phaidra.univie.ac.at\/o:28966\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Phaidra<\/a>, einem Service der Universit\u00e4t Wien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Schriftsteller Johann Rautenstrauch ver\u00f6ffentlichte 1784 unter dem Pseudonym &#8222;Arnold&#8220; ein dreiteiliges B\u00fcchlein, das er mit &#8222;Schwachheiten der Wiener. Aus dem Manuskript eines Reisenden&#8220; betitelte. Darin finden sich interessante Beschreibungen aus dem (b\u00fcrgerlichen bzw. adeligen) Wiener Alltag. Rautenstrauch \u00e4u\u00dferte sich beispielsweise \u00fcber den &#8222;Ehestand&#8220;, den &#8222;Widerwillen f\u00fcr die Heyrath&#8220;, die &#8222;Spielsucht&#8220; und die &#8222;Schminke&#8220;. Interessant &hellip; <a href=\"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/?p=379\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Die mit gutem Willen von beyden Seiten eingegangenen Trennungen sind in Wien sehr gemein.<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-379","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/379","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=379"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/379\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2482,"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/379\/revisions\/2482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=379"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=379"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ehenvorgericht.univie.ac.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=379"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}